Das Zauberwort Motivation ist in aller Munde. Probleme auf der Arbeit werden auf mangelnde Motivation der Mitarbeiter zurückgeführt, Hochleistungssportler waren auf den Wettkampf „mental nicht richtig eingestellt“ , und letztlich ist auch gesundheitsbewusstes Verhalten eine Frage der Motivation. Ohne Motivation bewegt sich gar nichts, aber durch eine entsprechende Motivation ist nahezu alles möglich. Wie Friedrich Nietzsche es formulierte: „Es ist nicht genug, eine Sache zu beweisen. Man muss die Menschen zu ihr auch noch verführen.“

Was ist Motivation

Motivation leitet sich ab vom lateinischen „movere“ = bewegen, antreiben. Sie ist also das, was Menschen in Aktion versetzt, der Grund für eine Handlung oder Einstellung. Nun kann diese Bewegung für ein Individuum sowohl positive als auch negative Konsequenzen haben. Dementsprechend differenzieren wir zwischen den Begriffen Motivation und Manipulation.

Motivieren bedeutet, einen Menschen unter Berücksichtigung seiner persönlichen (emotionalen) Bedürfnisse zu einem neuen Verhalten zu bewegen.

Nach Maslow deutet die gegenwärtige wissenschaftliche Beweislage an, „dass die einzige vernünftige und tragfähige Basis, auf der man irgendeine Klassifizierung des Motivationslebens errichten kann, aus den grundlegenden Zielen oder Bedürfnissen eines Menschen besteht„. Maslow hat diese Bedürfnisse in eine Bedürfnispyramide zusammengefasst:

 

Wie kann man sich zu einem gesundheitsorientierten Verhalten motivieren

Für dieses Problem kann es keine Patentlösung, kein Rezept geben , das zu jeder Zeit seine zauberhafte Wirkung entfaltet. Die Motive für das Handeln sind nach der Bedürfnispyramide verschieden. Man kann sich auch nicht selber motivieren, wenn einem die eigenen Bedürfnisse und Wünsche nicht bewusst sind. Voraussetzung für eine erfolgreiche Motivation ist somit die Suche nach unbefriedigten Bedürfnissen.

Motivation kann daher nicht als Methode erlernt oder geschult werden, sondern ergibt sich aus den Bedürfnissen des Einzelnen!

Entscheidend ist somit die Frage: Welche Motive haben mich bis jetzt bestimmt?

Diese Frage zu beantworten ist nicht ganz leicht. Dazu habe ich einige Übungen entworfen, die helfen können, die Motivationsstategien aufzudecken.

Motivationsstrategien und Motivationsübungen

Motivationsstrategien sind Mechanismen, die zumeist unbewusst ablaufen, um in Richtung auf das angestrebte Ziel zu gehen, sich in Bewegung zu setzten.

Zunächst eine kleine Übung. Ziel dieser Übung ist es, Deine eigenen Motivationsstrategien zu analysieren. Lass Dir für diese Aufgabe ruhig ein wenig Zeit. Zum Teil sind die Motivationsstrategien – vor allem für regelmäßig auszuführende Aufgaben – so automatisiert und damit rasch ablaufend, dass wir uns ihrer nicht bewusst sind.

Es empfiehlt sich diese Übung mit einer weiteren Person durch zuführen (z.B. Partner), um Unterschiede oder Ähnlichkeiten in den Motivationsstrategien zu erkennen.

Situation 1

Wie schaffst Du es, morgens aufzustehen? Was genau erlebst Du (innere Bilder, Stimmen, Gefühle usw.), bevor Du aufstehst?

Situation 2

Überlege Dir eine unangenehme Pflichtaufgabe, die regelmäßig von Dir erfüllt werden muss (Haushalt, Steuererklärung usw.) Wie schaffst Du es dennoch, diese Aufgabe zu erfüllen?

Situation 3

Denke an angenehme Dinge wie z.B. Hobby und Freizeit. Was genau erlebst Du (innere Bilder, Stimmen, Gefühle), bevor Du Lust hast, dem Hobby nachzugehen?

Analyse der Übung:

Aus diesen Übungen lassen sich drei Ergebnisse ableiten:

  1. Je nach Situation werden unterschiedliche Motivationsmechanismen verwendet.
  2. Jeder Mensch verfügt über eigene, individuelle Motivationsstrategien, die nur bedingt auf andere Menschen übertragbar sind.
  3. Einige Menschen motivieren sich durch eine positive Zielprojektion, in dem sie Anreize für ein Verhalten schaffen, andere, indem sie sich negative Konsequenzen ausmalen und den entstehenden Druck oder Ängste als motivierende Kraft nutzen.

Es gibt zwei Arten der Energie, die sich nochmals in zwei Arten unterteilen. Die erste Art ist der zustand der hohen Energie, wo die positiven hohen Energien wie Freude und Begeisterung vorliegen und die negative hohe Energie wie z.B. Druck oder Angst vorliegt. Die zweite Art ist der Zustand der geringen Energie, wo die positive geringe Energie durch Gelassenheit und Heiterkeit gekennzeichnet ist und die negative geringe Energie durch Langeweile und Lustlosigkeit geprägt ist. Im Spitzensport der USA wird dieses Modell gerne bei dem mentalen Training der Athleten eingesetzt. Die untersuchten Leistungen wurden vor allem im Zustand hoher positiver Energie durchgeführt.

Für die Motivation hat es den Wert, dass die Ausmalung negativer Konsequenzen wenig Erfolg bringt.

Eine dauerhafte Motivation ist nur durch positive Anreize möglich!

Schaffe Dir eine möglichst attraktive Zielprojektion! Male Dir den resultierenden Nutzen , d.h. Verbesserung oder Erhalt des Wohlbefindens, Lebensqualität, Erlebnisfähigkeit, Lebensverlängerungen usw. aus.

Ums sich erfolgreich zu motivieren, soll das angestrebte Ziel anvisiert werden. Dieses Ziel muss Deine Begehrlichkeiten wecken. Eine erfolgreiche und dauerhafte Motivation kann nicht auf dem Fundament der Angst gedeihen! 

Geschrieben von: Yevgen Popov

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