Schlaf gehört zu den Grundbedürfnissen unseres Lebens und bedeutet nicht etwa Luxus, dem wir uns hingeben, sondern es ist ein Bestandteil unseres Fühlens und Erlebens. Ein Mangel an Schlaf macht uns reizbarer, schwächt die Konzentration, lethargischer und unsere Leistungsfähigkeit lässt schnell nach. Permanenter Schlafentzug kann unser Verhalten erheblich verändern, zu Halluzinationen führen und ist auf jeden Fall krankmachend.

Schlaf und Bewusstsein

In unserem Wachbewusstsein am Tage ist auch eine enge Wahrnehmungskontrolle der inneren und äußeren Reize vorhanden (z.B. Sehen, Hören, Schmecken, Riechen usw.). Nachts stehen diese Kontrollfunktionen eher im Hintergrund und die rechtshirnigen Eigenschaften wie etwa das Phantasieren und das freie Assoziieren gewinnen die Oberhand. Im Bewusstseinszustand des Schlafs zeigt sich das natürliche Bestreben unseres Gehirns, ein inneres Gleichgewicht aller gewonnenen Reize herzustellen. Dies geschieht durch die Dynamik von Anspannung und Aktivierung im Gegensatz zu regelmäßig auftretenden entspannten Phasen und Traumelementen, die nachts unsere Lernvorgänge ermöglichen.
Schlaf bedeutet also auch ein aktives Bewusstsein, eben nur auf einem anderen Niveau und von anderen Hirnregionen gesteuert. In den sechs bis acht Stunden des Nachtschlafs verarbeitet unser Geist ganz bewusst sehr unterschiedliche und gegensätzliche Gefühle.

Warum ist Schlaf so wichtig

In dem Biorhytmus des Schlafes sind phasenhaft auftretende Traumphasen (REM – Phasen: rapid-eye-movement) besonders wichtig, da hier das Bewusstsein besonders erlebnisnah in Form des Traumes arbeitet. Szenarien des Alltages aber auch Erinnerungen treten auf und werden aneinandergereiht und kombiniert. In diesen regelmäßigen, etwa alle 60 bis 90 Minuten auftretenden Traumphasen, die insgesamt etwa 15 Minuten lang sind und gegen Morgen etwas kürzer werden, verarbeiten wir wahrscheinlich Altes und Neues zu neuen möglichen Entwürfen und Lösungen. Unser Gehirn ist in solchen Phasen sehr kreativ. Ein gesunder und erholsamer Schlaf bedarf dieser Rhythmik. Schläft der Mensch nur oberflächlich oder wird er am Träumen behindert, kann es sehr schnell zu Störungen des Tagesbewusstseins kommen. Dabei kann es zum Absinken der Konzentration und Merkfähigkeit kommen und ein kreatives Arbeiten ist so gut wie unmöglich. Denken und Bewusstsein findet also auch im Schlaf statt, deswegen ruht der Geist nie.

Wie viel Schlaf ist optimal für mich

Das richtige Maß an Schlaf ist sicherlich individuell verschieden. In der Schlafforschung ist man sich aber über einen Sachverhalt einig: wir brauchen immer weniger Schlaf, je älter wir werden. Wenn auch der persönliche Biorhytmus höchst unterschiedlich ist, kann generell gesagt werden, dass etwa sechseinhalb Stunden Schlaf vom 20. bis 60. Lebensjahr ideal sind. Die innere Körperuhr, die auch den Schlaf steuert, hängt eng mit anderen Stoffwechselabläufen, hormonellen Regelungen und feinen biochemischen Prozessen zusammen.
Etwas 80% der Schlafzeit ist ein Leicht- und Tiefschlaf. Danach folgen die periodischen Traumphasen, in denen unser Traumbewusstsein die Bewältigung von Problemen betreibt und Lernprozesse des Tages gespeichert werden.
Auch während gezielter Entspannungstechniken gelangen wir in einen Trance, die mit einer leichten Schlafphase vergleichbar ist und in der bereits die ersten Bilder aufsteigen und traumähnliche Zustände erreicht werden können. Während wir im Schlaf jedoch noch von der inneren Uhr unwillkürlich gesteuert werden, können wir bei den Entspannungstechniken, wenn sie tagsüber geübt worden sind, durchaus lernen, unser Bewusstsein zu lenken. In einer „Trance“ ist es durchaus möglich, gezielt Bilder oder ganze Filme des Bewusstseins abzuspielen. Tun wir das mit der Zielrichtung eines positiven und optimistischen Bewusstseins, versetzt uns auch ein Tagtraum in die Lage (wie im Schlaf, nur vielleicht intensiver), eine innere Harmonie und Ausgeglichenheit zu erreichen.

Geschrieben von: Yevgen Popov

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